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Implementierung des IPSY Programms in Thüringer Sekundarschulen


Projektlaufzeit: 2015 - 2018
Leitung: PD Dr. Karina Weichold
Finanzierung: Techniker Krankenkasse Thüringen

IPSY (Information + Psychosoziale Kompetenz = Schutz) ist ein schulbasiertes, universelles, primärpräventives Lebenskompetenzprogramm gegen den Missbrauch psychoaktiver Substanzen. In den letzten 10 Jahren wurde IPSY im Rahmen eines Forschungsprogramms an der Universität Jena entwickelt, implementiert und seine kurz- und langfristige Wirksamkeit belegt (siehe Weichold & Silbereisen, 2014).

Ziel des aktuellen Projekts ist es, das IPSY Programm allen Sekundarschulen Thüringens zur Verfügung zu stellen und seine Implementierung unterstützend zu begleiten.

Das IPSY Programm besteht aus drei Teilen für die Schüler der Klassenstufen 5 bis 7 (11. - 13. Lebensjahr), wobei in Klassenstufe 5 (Basisprogramm) der Fokus auf der Vermittlung allgemeiner intra- und interpersonaler Lebenskompetenzen liegt. In den beiden folgenden Programmteilen (Auffrischungssitzungen, sog. "booster sessions", in Klasse 6 und 7) steht neben der Wiederholung das Anwenden und Üben in Situationen im Mittelpunkt. Während der Implementation von IPSY über diese drei Jahre werden die teilnehmenden Schulen und Lehrer begleitet und arbeiten intensiv mit dem zum Programm gehörenden Manual.

Die Umsetzung des Vorhabens erfolgt in mehreren Schritten: (1) Zunächst werden in einer Auftaktveranstaltung Ende August 2015 Schulleiter, interessierte Lehrer, Mitarbeiter der Schulämter sowie Schulbegleiter über das Programm, seine Grundlagen und Evaluationsergebnisse informiert. Interessierte Schulen können dann über ein standardisiertes Formular ihren Bedarf am Programm anmelden. (2) Jeder interessierten Schule werden die Manuale kostenfrei als dauerhafte Konzepthilfe zur Verfügung gestellt. Die Lehrer, die das Programm in ihren Schulen vermitteln werden, erhalten einen eintägigen Trainingsworkshop (Spätsommer 2015) zur Durchführung des IPSY Basisprogramms in der 5. Klasse. (3) Zur weiteren Unterstützung und zur Qualitätssicherung der Implementierung, wird den Vermittelnden parallel zur Programmdurchführung die Möglichkeit zur Supervision vor Ort oder per Telefon angeboten. (4) Im Rahmen einer Fachtagung im Frühjahr 2016 können die Vermittelnden dann ihre Erfahrungen mit der Durchführung des Basisprogramms austauschen und neue Interessenten über das Programm informiert werden. (5) Für die folgenden Schuljahre werden in Vorbereitung der Programmvermittlung in Klasse 6 und 7 weitere eintägige Workshops für Vermittler angeboten. Jeweils neu hinzu kommende Interessenten am Programm werden nachgeschult (Sommer 2016/Sommer 2017). (6) Um die Implementierung von IPSY in den Alltag der Schulen und damit eine Verhältnisänderung auch langfristig zu sichern, werden auf einer Abschlusstagung im Frühjahr 2018 nicht nur die bisherigen Erfahrungen zusammengefasst und reflektiert sondern auch gemeinsam Strategien zur Verstetigung der Implementierung von IPSY an Thüringer Schulen erarbeitet (z.B. Entwickeln von Leitbildern, Projektpräsentationen, Schulgestaltungen).

Wenn Sie Interesse an der Umsetzung von IPSY an Ihrer Schule haben, können Sie sich auch direkt bei Dr. Karina Weichold melden.

 

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