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RIBMod - Förderung von Zufriedenheit und Stabilität romantischer Partnerschaften durch Modifikation negativer Interpretationstendenzen

Christine Finn & Franz J. Neyer

Der relationship-specific interpretation bias (RIB; beziehungsspezifischer Interpretationsbias) beschreibt die Tendenz, uneindeutiges Verhalten der Partnerin oder des Partner negativ zu interpretieren. Bisherige Studien zeigen, dass diese Tendenz sich einerseits negativ auf die Beziehungszufriedenheit des Paares auswirkt (Finn, Mitte, & Neyer, 2013). Andererseits nimmt der Bias im Verlauf einer Partnerschaft ab und stößt somit eine Reifung der Persönlichkeit beider Partner an (Finn, Mitte, & Neyer, 2015).
Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung eines Trainingsprogramms zur Verringerung des RIB um somit langfristig die Zufriedenheit und Stabilität romantischer Beziehungen zu fördern. Unter Berücksichtigung sogenannter cognitive bias modification Prozeduren (CBM; MacLeod, 2012) und alltagsnaher Techniken aus dem Bereich Positiv-psychologischer Interventionen (PPI; Seligman, Steen, Park, & Peterson, 2005) wie dem "LiebesTagebuch" sollen Materialien für effektive Trainingseinheiten entwickelt und evaluiert werden.



Publikationen

Finn, C., Mitte, K. & Neyer, F. J. (2015). Recent decreases in specific interpretation biases predict decreases in neuroticism: Evidence from a longitudinal study with young adult couples. Journal of Personality, 83, 274-286. doi: 10.1111/jopy.12102

Finn, C., Mitte, K. & Neyer, F. J. (2013). The Relationship-Specific Interpretation Bias Mediates the Link Between Neuroticism and Satisfaction in Couples. European Journal of Personality, 27, 200-212. doi: 10.1002/per.1862